Beim Familienstellen geht es darum, Zusammenhänge zwischen individuellen und familiären Problemen und dadurch die unbewusste Verstrickungen mit dem Gesamtsystem der Familie erfahrbar und lösbar zu machen. Bert Hellinger spricht vom „Familien Gedächtnis“, das über viele Generationen wirkt.

Die Familienaufstellungen zeigen, wie leidvolle und konfliktbehaftete Ereignisse in Familien über mehrere Generationen auf einer tiefen, unbewussten Ebene weiter wirken. Auf diesem Hintergrund lassen sich unglückliche Beziehungen und problembehaftete Lebensläufe, Sucht, Abhängigkeiten und Krankheiten neu und anders verstehen. In der Aufstellung wird erlebt und gefühlt, wie Familienmitglieder insgeheim in Liebe und Treue miteinander verbunden und bereit sind, Gesundheit, Lebensfülle, ja sogar das Leben für andere zu opfern oder das Schicksal früherer Generationen zu wiederholen.

Im Prozess der Familienaufstellungen wird über die Arbeit mit den »inneren Bildern«, die Ausrichtung auf die guten Kräfte in der Familie und das Finden eines angemessenen Platzes in dem Gesamtsystem der Familie ein Heilungsprozess eingeleitet. Die Familienaufstellungen, seit 20 Jahren von Bert Hellinger weltweit praktiziert, sind eine Form von systemischer und lösungsorientierter Arbeit. Sie basieren auf einer Mehr-Generationen-Perspektive und auf elementaren Ordnungen und Gesetzmäßigkeiten in Systemen. Die Teilnehmer/innen können mit Hilfe der Gruppe ihre Gegenwarts- und/oder Herkunftsfamilie aufstellen.

Für Paare ist es sehr hilfreich und heilsam, gemeinsam teilzunehmen, denn in der Aufstellung ihres Partners/ihrer Partnerin bekommen Sie einen tieferen Blick und ein besseres Verständnis dafür, welche Gründe Probleme in der Beziehung haben, wie sich Trennendes auswirkt und woher es kommt, wo Krankheiten ihren Ursprung haben und wie sich Lösungen anfühlen.

Für wen ist Familienstellen hilfreich?
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